Die Elbe-Super-Sailing-Saison 2026 ist offiziell eröffnet. Am vergangenen Freitag bat die ESST-Orga zur Siegerehrung 2025 und zum Warm-up für die neue Runde. Ein Pflichttermin, bei dem man eigentlich nicht fehlen darf – es sei denn, Pest, Cholera oder die aktuelle Grippewelle haben einem einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Dieses Jahr hatte der ASV geladen, und so zog die ESST-Karawane von der Elbe an die Alster. Für alle Nicht-Hamburger: Elbe vs. Alster ist ein bisschen wie HSV gegen St. Pauli. Du bist zwar in der eigenen Stadt, fühlst dich aber trotzdem wie beim Auswärtsspiel.
Vom Krankenstand zum Kapazitätslimit
Die große Frage am Nachmittag: Wer schafft es überhaupt durch die Husten-und-Keuchen-Saison? Kurz vorher noch geprahlt – „Nix geht mehr, ausverkauft! Drei Wochen vorher!” – aber als Segler sollte man es eigentlich wissen: To finish first, you first have to finish.
Am Ende ging die Rechnung fast auf Null aus. Wer fehlte, wurde durch unangemeldete Überraschungsgäste ersetzt. Und – fast das Wichtigste – kurz nach acht rollte noch das krankheitsbedingt dezimierte Abräumkommando für den Toursieger, Jollensieger und Höchst-Punktzahlsieger Fettes Brett an.
Prominenz, Präsente und Petrus
Um 20:30 Uhr startete die Preisverleihung, moderiert vom frischgebackenen Stern am Wettfahrtleiterhimmel, Andreas Sasse. Der zog den Job tatsächlich dem Drachensegeln auf Mallorca vor. Firma dankt!
Im offiziellen Teil verkündete Norbert, dass ein Segler der Mittwochsregatta die Spendierhosen anhatte: Am 1. Juli 2026 wird zum Grillen nach Wedel geladen. Da kann sich der AYC dieses Jahr mal verwöhnen lassen – 2027 kommen wir dann alle wieder rüber nach Bullerbü.
Danach verlas Petrus ein ziemlich launiges Grußwort von DSV-Präsidentin Mona Küppers. (Du weißt, du hast es geschafft, wenn Petrus deine Worte verkündet.) Den Hinweis auf das neue Yardstick-Regelwerk 2026 griff Marcus Boehlich später direkt auf. Tenor: Der DSV hat geliefert, fast alles zu euren Gunsten – also lieber jetzt lesen, als am Ende dumm aus der Wäsche schauen.
Whisky-Tradition und Taschen-Hype
Hauptsponsor Haspa schickte mit Direktorin Metta Schade wieder die Chefetage zur Preisübergabe. Ordnungsgemäß hatte die Vorjahres-Crew der Ballerina für eine frische Flasche im Sockel gesorgt. Man entschied sich für Wiskey.
Die Preisverleihung endete mit der Übergabe des frisch gravierten Stegparty-Ausrichter-Staffelstabs: Von Johanna (2. ASV) an Luise (2. SVAOe). Die nächste Sause findet also wieder an der Elbe statt.

Später am Abend wechselte noch ein echtes Unikat den Besitzer: Die erste ESST-Tasche, gefertigt und gestiftet von Clown Sails, wurde für stolze 170 Euro versteigert. Ordentliches Gebot für ehrliches Handwerk.
Als wir die RG Hansa verlassen, liegt draußen kein Schnee mehr und es regnet in Strömen. Fühlt sich eigentlich schon fast wieder nach Segeln an.

