Senatspreis 2026 – Wenn’s doller strömt als weht

Man kann alles planen: Begleitboote organisieren, Genehmigungen einholen, Getränke kaufen und Essen vorbereiten. Bleibt die Zutat Wetter. Das war auch dieses Jahr wieder vorhanden, spätsommerlich sogar – nur der Wind fehlte. Same procedure as (fast) every year …

Wenn das Pinend nicht näher kommt…

Schon letztes Jahr kamen nur die Schnellsten einigermaßen durch. Weil sich der Senatspreis als Familienregatta versteht, starten traditionell die schnellsten Boote zuerst – so gibt es weniger Überholmanöver. Dieses Jahr schafften es in der ersten Startgruppe noch fünf Boote über die Startlinie, danach war Feierabend.

Im zweiten Start – mit 20 Booten deutlich größer – schafften es gerade drei Boote, innerhalb des Zeitlimits über die Startlinie zu kommen. Bezeichnenderweise waren es die drei, die sich vor dem Start auf der Kursseite herumgedrückt hatten und zum Startsignal einmal elegant über die Linie zurückgetaucht sind. Doof darf man ruhig sein, man muss sich nur zu helfen wissen. Alle anderen hatten das Nachsehen: In der Abdeckung hinter Hanskalbsand und bei auflaufendem Wasser kamen sie gar nicht erst über die Linie.

Ins Ziel kam niemand. Nach 50 Minuten hatte die Wettfahrtleitung die Faxen dicke und schoss die Regatta ab.

Dafür blieb bei feinstem Spätsommerwetter umso mehr Zeit für die Regattaparty. Vor lauter Flautenkummer leerten die Seglerinnen und Segler dem ASV und dem BSC einmal gründlich die Kühlschränke.

Die Ironie der Geschichte: Am Sonntag war allerfeinstes Segelwetter. Da steckste nicht drin.

Alle Fotos von Jan Kruse.